50. Todestag: Franziskus Maria Stratmann

Der Dominikanerpater war ein bedeutender Theoretiker der katholischen Friedensbewegung und von 1914 bis 1923 Berliner Studentenseelsorger. Er stellte sich offen gegen den Nationalsozialismus und kritisierte auch die Haltung der Kirchenvertreter.

Stratmann stützte sich in seiner Ablehnung des modernen Krieges vor allem auf die Bedingungen zur Führung eines gerechten Krieges und kam zu dem Schluss, dass angesichts der modernen Kriegswirklichkeit kein Krieg mehr theologisch zu rechtfertigen sei.

Am 10. April 1933 schrieb er an den Erzbischof von München, Michael Faulhaber: Die Wut dieses Nationalbolschewismus richtet sich nicht gegen eine nachweisbare schlechte Tat oder Gesinnung, sondern unbesehen gegen die jüdische Rasse. Eine Blasphemie, wenn man bedenkt, daß Christus in Ewigkeit dieser Rasse angehört, daß das Christentum nie entstanden wäre ohne das Judentum...Niemand protestiert wirksam gegen diese unbeschreibliche deutsche und christliche Schmach. Selbst Priester fühlen ihre antisemitischen Instinkte durch dieses sündhafte Treiben befriedigt.“ Der deutsche Episkopat blieb stumm.

Stratmann wurde 1933 in Schutzhaft genommen. 1937 gehörte Stratmann zu den Unterzeichnern der Denkschrift Die Kirche Christi und die Judenfrage, die sich gegen den Antisemitismus der Nationalsozialisten wandte und den Papst sowie andere kirchliche Würdenträger – vergeblich – zu einem offiziellen Protest gegen die Judenverfolgung in Deutschland bewegen wollte.

Quelle. Wikipedia

Franziskus Stratmann OP

Veranstaltungsdatum
  • am Do, 13. Mai

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