Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria

Dieses Hochfest feiern katholische Christen am 8. Dezember, neun Monate vor dem Fest der Geburt Marias. Der Unterricht beginnt mit der 3. Stunde.

Unbefleckte Empfängnis? https://www.youtube.com/watch?v=C8ZqRl5Dz3g

Zu den in Deutschland eher unbekannten katholischen Hochfesten zählt Mariä Empfängnis am 8. Dezember. An diesem Tag gedenken die Christen der Zeugung Marias, der späteren Gottesmutter, die nach der Lehre der katholischen Kirche ohne Erbsünde auf die Welt kam.

Es ist auch unter dem Namen "Fest der unbefleckten Empfängnis" bekannt.
Nicht zu verwechseln ist es mit der "Verkündigung des Herrn" am 25. März, die an die Verheißung der jungfräulichen Geburt Jesu an Maria erinnert.
Die katholische Glaubensüberzeugung, dass Maria frei von Erbsünde ist, hat Papst Pius IX. 1854 zum Dogma erklärt. Sie geht auf die Erbsündenlehre des Kirchenvaters Augustinus (354-430 n. Chr.) zurück. Diese ist ein grundlegendes Fundament christlicher Theologie.

Im heutigen Verständnis beinhaltet das aber nicht, dass die Sünde von den Eltern weiter vererbt wird oder durch unmoralisches Verhalten entsteht, sondern dass die Sünde dem Menschen von Geburt an gegeben ist.
"Erbsünde wird als ein Schuldzusammenhang verstanden, in den alle Menschen hineingeboren werden. Heute wird diese gesellschaftlich interpretiert: Dem Hass, der Lüge und dem Egoismus dieser Welt kann sich niemand entziehen", sagt der Theologe Manfred Becker-Huberti.
Alle christlichen Konfessionen stimmen darin überein, dass der Mensch durch die Erbsünde von der Gemeinschaft mit Gott getrennt ist.
Jesus Christus hat diese Trennung durch sein Opfer überwunden.

Erbsünde? http://www.katholisch.de/glaube/unser-kirchenjahr/ohne-erbsunde-empfangen

Verschiedene Ehrentitel demonstrieren die besondere Wertschätzung Marias: Sie wird als die heilige Jungfrau, Gottesgebärerin (vom griechischen Theotokos) oder Mutter Gottes bezeichnet.
Im Laufe der katholischen Traditionsgeschichte hat sich eine Reihe von Marienfesten entwickelt, die den dogmatischen Glaubensaussagen über Maria im religiösen Brauchtum Ausdruck verleihen. So sind beispielsweise die Monate Mai und Oktober besonders der Verehrung von Maria gewidmet.


Papst besucht Mariensäule

Es sind außerdem verschiedene Mariengebete entstanden, von denen das bekannteste der Rosenkranz ist. Marienwallfahrtsorte wie das französische Lourdes, das portugiesische Fátima oder auch das niederrheinische Kevelaer sind das Ziel von zahlreichen Pilgern geworden. Viele Ordenskongregationen wie zum Beispiel die Marienschwestern tragen den Namen Mariens im Titel, und die Bistümer Aachen und Speyer haben Maria als Patronin gewählt.

Eine lange Tradition hat das Fest Mariä Empfängnis im Bistum Rom, wo es 1476 vom damaligen Papst Sixtus IV. eingeführt wurde. Seit vielen Jahrzehnten lädt der Papst jeweils am 8. Dezember zum Gebet an die Colonna dell'Immacolata (Mariensäule) auf der Piazza di Spagna im Zentrum Roms ein. Das Hochfest Mariä Empfängnis ist heute – im Gegensatz zu Deutschland – unter anderem ein gesetzlicher Feiertag in Österreich, Italien, Spanien und Portugal. (hst/gos)

Quelle: http://www.katholisch.de/glaube/unser-kirchenjahr/zeit-der-vorbereitung

 

Rezeption außerhalb der römisch-katholischen Kirche

Martin Luther bekannte zumindest in den ersten Jahren der Reformation, der Immaculata-Lehre anzuhängen. In seinen Resolutiones disputationum de indulgentiarum virtute von 1518 erklärte er seine Übereinstimmung mit den spätmittelalterlichen Konzilsbeschlüssen in dieser Frage. In einer Predigt legte er seinen Hörern noch 1520 dar, dass Maria in keinem Augenblick ihres Lebens mit der Erbsünde in Berührung gekommen sei. Als Mutter Christi habe Gott sie mit höchster Heiligkeit und Reinheit ausgezeichnet.

Die Lehre von der unbefleckten Empfängnis lässt sich nicht aus den Schriften herleiten, die in den Kanon aufgenommen wurden, daher wird sie, anders als die auf biblische Texte gestützte Lehre von der Jungfrauengeburt, im Allgemeinen von den evangelischen Christen nicht geglaubt.

Auch in der altkatholischen Kirche kommt der Lehre von der Unbefleckten Empfängnis keine Verbindlichkeit zu, da diese aus Sicht der alt-katholischen Kirche weder dem biblischen Zeugnis noch den Ehrentiteln, welche die ökumenischen Konzilien der ersten Jahrhunderte Maria zugesprochen haben, entspricht.

Quelle: Wikipedia

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maria immaculata

Veranstaltungsdatum
  • am Do, 8. Dezember

  • am Fr, 8. Dezember 2023

  • am So, 8. Dezember 2024

  • am Mo, 8. Dezember 2025

  • am Di, 8. Dezember 2026

  • am Mi, 8. Dezember 2027

  • am Fr, 8. Dezember 2028

  • am Sa, 8. Dezember 2029

  • am So, 8. Dezember 2030

  • am Mo, 8. Dezember 2031

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