„Kinder der Sonne” von Maxim Gorki

Kategorie(n): Kultur

Die Temperaturen steigen. Wer es sich leisten kann, bleibt in gekühlten Räumen. Nur wer draußen arbeiten muss, geht noch hinaus. Eine Gruppe jüngerer Intellektueller und Künstler lebt abgeschirmt von Hitze und Dürre in ihrer Blase, doch das Auftreten einer Epidemie droht auch in ihren Kreis einzudringen. Ihr kleiner Zirkel wird zunehmend durch wütende Arbeiter, geldgierige Hausbesitzer und die eigenen Ängste gestört. Es scheint nicht länger möglich, die Augen vor der herandrängenden Realität zu verschließen....

Als eine aktuell erscheinende Erzählung liest die Regisseurin Laura Linnenbaum zusammen mit dem 3. Jahrgang Schauspiel der UdK Berlin Maxim Gorkis „Kinder der Sonne“  aus dem Jahr 1905. Während bei Gorki die heraufziehende Revolution das Leben der intellektuellen Mittelschicht aufstörte, sind die Gründe für gesellschaftliche Unruhen und ausbrechende Krankheiten heute andere – erschütternd und lebensbedrohlich wirken sie immer noch und lassen den Klassiker heute umso aktueller erscheinen.

 

Die Regisseurin Laura Linnenbaum, deren Arbeiten ihr schon mehrfache Nominierungen zur „Nachwuchsregisseurin des Jahres“ und als „Inszenierungen des Jahres“ eintrugen, arbeitete zuletzt in Berlin am Berliner Ensemble. Olga Grjasnowas „Gott ist nicht schüchtern“ hatte dort 2020 Premiere und steht bis heute auf dem Spielplan. Nach einem Projekt am Mozarteum Salzburg erarbeitet sie nun an der Universität der Künste Berlin das Ensembleprojekt mit den Schauspielstudierenden des 3.Jahrgangs und beschreibt  ihre Erfahrungen dabei so:

 

„Es interessiert mich sehr, mich diesem Stoff gerade mit jungen Studierenden, die an dem Anfang ihres Weges ins Theater stehen, zu nähern. Mit großem Bewusstsein gucken sie auf eine Welt voller Umbrüche, die von den Generationen vor ihnen geprägt wurde. Zugleich geht es bei der Arbeit darum, der Ambivalenz der Figuren nachzuspüren.

Wo treffen Themen wie Weltflucht, Sehnsucht nach Liebe und Zugehörigkeit, die Suche nach dem Sinn des Lebens, aber auch einer kulturbürgerlichen Utopie für die Zukunft auf die eigene, erlebte Realtiät?

Und sind die Kinder der Sonne nicht auch erwachsene Kinder, die sich in große Gefühle und Leidenschaften vor der harten Wirklichkeit flüchten? Ganz nach Pina Bauschs 'tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren!'.“

Ensembleprojekt des 3. Jahrgangs Schauspiel in Zusammenarbeit mit den Studiengängen Bühnen- und Kostümbild

Regie: Laura Linnenbaum, Bühnenbild: Geoffrey LaRue und Ins Meyer (Studiengang Bühnenbild), Kostüme: Charlotte Schwärmer (Studiengang Kostümbild),

Musik: Jan Preißler, Dramaturgie: Marion Hirte

Mit: Lena Brückner, Constantin Decken, Eva Gerngroß, Tim Otto Göbel, Sofia Iordanskaya, Paul Kutzner, Alois Mai, Alina M’Baye, Lasse Weber

 

Premieren am 3. Dezember, 19.30 h

Weitere Vorstellungen: 6.-7., 9.-10., 13.-16. Dezember
jeweils um 19.30 h
UNI.T – Theater der UdK Berlin, Fasanenstr. 1 B, 10623 Berlin

Eintritt: 12 / erm. 6 Euro (zzgl. Vorverkaufs- und Systemgebühr)

Kartenbuchung über https://www.reservix.de/

Pressetext UdK

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© udk-berlin.de

Veranstaltungsdatum
  • bis Fr, 16. Dezember 19:30 Uhr

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