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Giselle_ Polina Seminova
Wila

Eine Wila ist in der slawischen Mythologie ein weiblicher Naturgeist

Deutsche_Oper

Der Wunsch, geisterhaft schwebende Elfenwesen auf der Bühne darzustellen, war es, der die Choreographen im 19. Jahrhundert dazu brachte, den Bühnentanz tatsächlich auf die Spitze zu treiben. In Giselle sind es die tanzsüchtigen Wilis, um die sich das Libretto rankt. Wilis sind Elfenwesen, die als Bräute noch vor ihrer Hochzeit gestorben sind, weil ihre Liebe verraten wurde. ...

Der empfindsamen Giselle ergeht es genauso, denn sie liebt nicht nur das Tanzen, sondern auch Albrecht, der sie umwirbt, obwohl er bereits einer anderen versprochen ist. Als sie die Wahrheit erfährt, verliert sie den Verstand und stirbt.

Giselle wird in die Gemeinschaft der Wilis aufgenommen und ist nun wie ihre Gefährtinnen dazu verdammt, die Männer in der Nacht zum Tanzen zu verführen, bis sie sterben. Darüber wacht Myrtha, die Königin der Wilis.
Auch Albrecht kommt in den Wald, um Giselles Grab zu besuchen.

Giselle ist ein romantisches Ballett in zwei Akten nach einem Libretto von Théophile Gautier. Inspiriert wurde Gautier durch die Sage der Wilis aus De l’Allemagne (1835) von Heinrich Heine. Die Wilis sind darin junge Frauen, die vor ihrer Hochzeit gestorben sind. Da jedoch die Tanzlust in ihren toten Herzen weiterschlägt, verlassen ihre Geister des Nachts ihre Gräber, um an Wegkreuzungen zu tanzen. Sollten sie dabei eines Lebenden habhaft werden, so tanzen sie so lange und wild mit ihm, bis dieser tot umfällt.

Text: Staatsballett Berlin
 

Die Musik zum Ballett stammt von Adolphe Adam. Der eingeschobene Pas de deux des bäuerlichen Brautpaares wurde von Friedrich Burgmüller komponiert. Weitere musikalische Erweiterungen für die Petersburger Fassungen von Marius Petipa wurden durch Léon Minkus eingefügt.

Handlung:

1. Akt: In einem Dorf

Giselle, ein liebenswertes Mädchen, lebt mit ihrer Mutter in einem kleinen Dorf. Der örtliche Förster Hilarion ist unsterblich in sie verliebt.

Prinz Albrecht, der bereits mit der adligen Barthilde verlobt ist, fühlt sich einsam und gelangweilt. Albrecht, bezaubert von Giselles Schönheit und Unschuld, verkleidet sich als Bauer, kauft den angrenzenden Hof und beginnt, um Giselle zu werben. Hilarion beobachtet eifersüchtig, wie sich Giselle verliebt, und glaubt, dass sie mit Albrecht verlobt ist. Giselles Mutter hat eine Vorahnung, dass ihre Tochter eine jener Wilis werden wird, die zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang junge Männer in ihr Verderben führen. Als Hilarion Albrechts Verkleidung auffliegen lässt, stürzt sich Giselle gebrochenen Herzens in Albrechts Schwert.

In anderen traditionellen Versionen stirbt Giselle ausschließlich an gebrochenem Herzen.

2. Akt: Auf einer Lichtung

Hilarion hält Totenwache an Giselles Grab. Als es auf Mitternacht zugeht, erscheinen die Wilas mit ihrer Königin Myrtha, um Giselle in ihre Reihen aufzunehmen. Albrecht, gramgebeugt von Schuld und Reue, besucht Giselles Grab. Als er eine Vision von Giselles Geist hat, folgt er ihr in den Wald. Zur selben Zeit entdeckt Myrtha Hilarion und tanzt mit ihren Wilas mit ihm, bis er vor Erschöpfung stirbt. Als Myrtha kurz danach Albrecht findet, will sie auch ihn zwingen, mit den Wilas zu tanzen, aber er wird durch die Liebe Giselles geschützt.

Im Morgengrauen verlieren die Wilas ihre Macht und Albrecht ist gerettet. Giselle vergibt ihm und löst sich im Morgengrauen in Nebel auf.

Ende, Version 1: Albrecht bricht am Grab Giselles zusammen.
Ende, Version 2: Barthilde findet Albrecht am Grab Giselles und gemeinsam verlassen sie die Lichtung.
Ende, Version 3: Albrecht verlässt lebend aber allein die Lichtung.

Personen:

Berthe, eine Winzerin
Giselle, ihre Tochter
Hilarion, ein Wildhüter
Albrecht, ein junger Adliger
Wilfried, sein Diener
Barthilde, Albrechts Verlobte
Prinz der Pfalz, Barthildes Vater
Myrtha, Königin der Wilas (über Heinrich Heine aus serbischen Volksliedern übernommene Fabelwesen)
ein bäuerliches Paar (Bauern-pas-de-deux)
zwei 1. Wilas
Winzerinnen und Winzer, Giselles Freundinnen, Jagdgesellschaft des Prinzen, Wildhüter, Wilas

Berühmte Passagen

Einige Teile des Werkes sind besonders bekannt und werden unabhängig vom Stückzusammenhang in Ballettabenden oder im Rahmen von Wettbewerben präsentiert:

Giselles Solo aus dem 1. Akt

Immer wieder Anlass für spontanen Applaus sind die 12 Takte, während denen die Solistin über die gesamte Bühnendiagonale auf dem gleichen Bein hüpft (temps levés sur pointe).

der Bauern-Pas-de-deux aus dem 1. Akt

Besonders virtuos sind hier die zahlreichen battierten Sprünge in den Variationen der Tänzer.

der Grand Pas de deux der Giselle und des Albrecht aus dem 2. Akt

Um den Kampf um Albrechts Leben tänzerisch darzustellen, wurden im Laufe der Werksgeschichte immer virtuosere Sprungfolgen in Variationen und Coda eingebaut. So werden vom Tänzer 30 entrechats six gefordert, ein Kunststück, das in den wenigsten Fällen gelingt.

Quelle: Wikipedia


Künstler/Beteiligte:
Patrice Bart nach Jean Coralli und Jules Perrot (Choreographie und Inszenierung), Adolphe Adam (Musik), Peter Farmer (Bühne und Kostüme),
Orchester der Deutschen Oper Berlin (Es spielt)

Dauer: 140 Minuten inkl. 1 Pause

Schüler- und Studentenkarte: 10 Euro

Staatsballett Berlin in der Deutschen Oper


  • Bismarckstraße, 10627 Berlin – Deutsche Oper
Kategorie: Kultur
Erstellt vor 4 Monaten
Autor: Michael Kolbe

Anfahrt mit der BVG

08.05.2020
Sie sollten einige Minuten vor Veranstaltungsbeginn ankommen.
Datei Titel Größe Beschreibung Copyright
Giselle_ Polina Seminova 306.19 KB
Wila 15.91 KB Eine Wila ist in der slawischen Mythologie ein weiblicher Naturgeist
Deutsche_Oper 491.28 KB

EventManager 5.0.2 von Christian Flach