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Verklärung Christi

Foto: Архив

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cc isival,2019


"Wenn mir einer mit einem „verklärten Blick“ begegnet, dann weiß ich: Dem ist etwas Außergewöhnliches passiert. Er hat die Liebe seines Lebens gefunden und schwebt jetzt auf Wolke Sieben. Sie hat ihren Traumjob bekommen, von dem sie immer schon geschwärmt hat. Der verklärte Blick ist ein Signal an die Welt: Hallo ich bin glücklich. Alles wird gut. Das Grau des Alltags wird mit einem Mal belanglos und von einem hellen Leuchten überstrahlt. Ja, so schön kann das Leben sein – und, wäre es doch immer so.

Die Kirche feiert heute das „Fest der Verklärung des Herrn“. Auch wenn Jesus selbst die Hauptperson ist, geht es doch eigentlich um die drei Jünger Petrus, Johannes und Jakobus. Jesus zieht sich zum Beten auf einen Berg zurück und nimmt die Drei mit. Und oben, auf der Höhe, geschieht dann plötzlich das: „Während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes, und sein Gewand wurde leuchtend weiß. Und plötzlich redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija; sie erschienen in strahlendem Licht und sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte.“ (Lk 9, 29f) Der Evangelist Lukas berichtet das. Die Jünger sind natürlich fassungslos. Petrus sagt etwas, um die Spannung aus den Situation zu nehmen: Kommt lasst uns drei Hütten bauen. Lasst uns diesen wunderbaren Augenblick festhalten, nur für eine Weile, um noch etwas länger genießen zu können. In diesen paar Augenblicken der Verklärung erfahren sie mehr von der Person Jesu als jemals zuvor. Mit Mose und Elija steht er in der Reihe der großen Führer, Lehrer und Propheten des Volkes. Sie hören von der Erfüllung seiner Sendung in Jerusalem – nicht allein Kreuz und Tod, sondern Auferstehung und Himmelfahrt. Und sie hören eine Stimme aus der Wolke: Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. (Lk 9, 35) Gott bestätigt Jesus als seinen besonderen Boten.

Und dann ist plötzlich alles aus. Mose und Elija entschwunden, keine große Beleuchtung mehr – eben alles wieder ganz normal. Jetzt ist der kritische Punkt. Wenn nach der Verklärung der Alltag wiederkommt. Wenn aus der Liebe des Lebens eine Partnerschaft mit Verantwortung werden soll. Wenn der Traumjob zur Arbeit wird. Wenn vor dem großartigen Ende der mühevolle Weg kommt. Wenn mein Glaube nicht Feier ist, sondern Zeugnis fordert.

Aber der Alltag wird mir viel leichter, wenn ich ihn aus der Freude verklärender oder einfach nur schöner Augenblicke leben kann."

Quelle: Pfarrer Lutz Nehk in einem Sendebeitrag im Rahmen der Katholischen Horfunkarbeit vom 06.08.2010

Weiteres: https://www.katholisch.de/glaube/unser-kirchenjahr/ein-gottlicher-augenblick

Erstellt vor 4 Tagen
Autor: Michael Kolbe
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