Pfingsten ist für Christen das Fest der Sendung des Heiligen Geistes und gilt als Geburtsfest der Kirche. Damit endet die 50-tägige Osterzeit. Die Bibel versteht den Heiligen Geist als schöpferische Kraft allen Lebens. Er ist nach kirchlicher Lehre in die Welt gesandt, um Person, Wort und Werk Jesu Christi lebendig zu erhalten.
zu den liturgischen Texten am Pfingstsonntag: https://schott.erzabtei-beuron.de/osterzeit/pfingsten/SonntagA.htm?datum=2026-05-24&r=1
zu den liturgischen Texten am Pfingstmontag: https://schott.erzabtei-beuron.de/osterzeit/pfingsten/MontagA.htm?datum=2026-05-25&r=1
Motette "Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf" von Johann Sebatsian Bach: https://www.youtube.com/watch?v=UPDEzRETFMM
Sind wir wirklich die Kirche Jesu?
von P. Felix Körner SJ
Wer gerade von Sorgen geplagt ist, soll sich jetzt einfach freuen dürfen; soll wieder mit den Bächen und Vögeln singen können „aus voller Kehl’ und frischer Brust“. Denn wir feiern Pfingsten. Der Tröster kommt.
Wenn er in unsere Herzen und Häuser gekommen ist, dann können wir aber auch neue Fragen stellen. Wir beten in jeder Sonntagsmesse, dass wir an den heiligen Geist glauben. Merkt man das? Was könnten denn Kennzeichen dafür sein, dass wir die Kirche sind, die wirklich vom Geist Jesu durchweht ist? Aus seiner Gefängniszelle heraus hat Alfred Delp den Kirchen zwei Schicksalsfragen gestellt. Es sind keine Methoden, wie wir wieder wichtig werden. Es sind keine Tricks, wie wir zum Erfolg kommen. Es sind Gewissensfragen, die uns erneuern. Delp benennt seine beiden Maßstäbe „Diakonie“und „Pleroma“, also „Dienst“ und „Fülle“.
Die Diakonie-Frage lautet: Sind wir bereit, einem Menschen weiterzuhelfen, ohne uns dabei einen eigenen Vorteil auszurechnen? Nur aus dem Verantwortungssinn, dass die Welt anders werden kann, menschenwürdiger?
Auch die andere Frage heißt nach einem Wort aus dem Neuen Testament. In Christus kommt uns die Erfüllung aller Hoffnung entgegen, die Fülle des Lebens. „Fülle“heißt auf Griechisch plērōma;und Delps Pleroma-Frage lautet nun: Sind wir eine Gemeinschaft, verkörpern wir eine Atmosphäre, aus der Menschen ins Freie treten können, mit einem mutigen Herzen, geprägt von Christus? Mit hellen Augen, die auch in den dunkelsten Stunden die Anliegen undAnrufe Gottes erkennen? „Ob die Kirchen den erfüllten, den von den göttlichen Kräften erfüllten, schöpferischen Menschen noch einmal aus sich entlassen, das ist ihr Schicksal.“
Komm, Schöpfer Geist!
Quelle: Alfred Delp, Das Schicksal der Kirchen, in: Gesammelte Schriften. Herausgegeben von Roman Bleistein. Band 4, Frankfurt/M. (Josef Knecht) 1984, S. 321.
Was ist der Heilige Geist:? http://www.katholisch.de/glaube/unser-kirchenjahr/pfingsten-was-bedeutet-das-fest-nach-ostern
Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen
durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
Halleluja.
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von Sa, 23. Mai 18:00 Uhr bis Mo, 25. Mai 18:00 Uhr
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