Die vorösterliche Fastenzeit erinnert an die 40 Tage, die Jesus vor seinem öffentlichen Auftreten fastend in der Wüste verbrachte. Christen und Christinnen besinnen sich auf das Geschehen, das zur Kreuzigung Jesu am Karfreitag führte. ...
Menschen fasten auf unterschiedliche Weise. Traditionell wird beim christlichen Fasten auf Fleisch verzichtet, manchmal auch auf Eier und Milchprodukte. Verbreitet ist in unserer Zeit die Teilnahme an der Aktion „Sieben Wochen ohne“, d.h. das Verzichten auf bestimmte Nahrungs- und Genussmittel oder Luxus. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto „LEUCHTEN! 7 Wochen ohne Verzagtheit".
In der orthodoxen Fastenzeit wird Gebet, Enthaltsamkeit und eine intensive Vorbereitung geübt, sie schließt die Sonntage mit ein und beginnt am Montag der 7. Woche vor dem orthodoxen Osterfest, also in diesem Jahr am 27. Februar.
Im christlichen Glauben findet die 40-tägige Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Karsamstag statt. Dabei werden die Sonntage als sogenannte Feiertage der Auferstehung nicht mitgerechnet. Dieser Brauch lässt sich in der Geschichte des Christentums bis in das 4. Jahrhundert zurückverfolgen und wird auch heute noch von gläubigen Christen praktiziert. Die Fastenzeit geht dem Osterfest voraus und erinnert an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste verbrachte. Die Fastenzeit beginnt direkt nach Fastnacht, also im Anschluss an die fünfte Jahreszeit.
Charakteristisch für die Fastenzeit ist es, dass kein Halleluja und das Gloria nur an Hochfesten gesungen wird. Ferner bleiben auch die Kirchenglocken leise, und zwar in der Zeit zwischen dem Gloria des letzten Abendmahls an Gründonnerstag bis zum Gloria in der Osternacht. In diesem Zeitraum werden ersatzweise Ratschen verwendet. Außerdem ist in den Kirchen außer am Lätare, dem vierten Fastensonntag, kein Blumenschmuck vorhanden. Die sogenannten Altarretabeln, also die Tafeln, die sich hinter den Altären befinden, sind in der Fastenzeit häufig zugeklappt, sodass nur die einfache Rückseite zu sehen ist. Ab dem fünften Fastensonntag werden auch die Kreuze und Standbilder durch ein violettes Tuch verhüllt.
Während der Fastenzeit sollen Gläubige vor allem beten, fasten und geben. Somit setzen sie sich auch gegen Not und Ungerechtigkeit in der Welt ein. Während das Beten und das Fasten oftmals persönliche Aspekte der Fastenzeit darstellen, wird das Geben oftmals durch die Unterstützung von Hilfsorganisationen oder Hilfswerken der Kirche ausgelebt. Beim Fasten geht es jedoch nicht ausschließlich um den Verzicht auf Nahrungsmittel. Vielmehr ist es eine Zeit der Besinnung, die gläubige Christen nutzen, um sich ihrem Leben bewusst zu werden und sich auf die bevorstehende Feier des Todes und der Auferstehung Jesu Christi vorzubereiten.
Der biblische Hintergrund der Fastenzeit sind die 40 Tage und 40 Nächte, die Jesus in der Wüste verbrachte, in die er vom Heiligen Geist geführt wurde. Hier musste Jesus seinen Glauben unter Beweis stellen, indem er den Versuchungen des Teufels widerstand. Die Zahl 40 hat in der Bibel einen symbolischen Charakter und steht für eine Zeit des Wandels beziehungsweise des Übergangs und der Vorbereitung. So dauerte zum Beispiel auch die Sintflut 40 Tage und 40 Nächte, nach der Taufe zog sich Jesus für 40 Tage zurück und ganze 40 Jahre lang zog das Volk Israels durch die Wüste.
Quelle: www.kleiner-kalender.de entnommen.
Tipps zu Gestaltung der Fastenzeit:
Das neue Misereor-Fastentuch entdecken und die Fastenzeit gestalten
https://7wochenohne.evangelisch.de/
http://www.orthodoxie-in-deutschland.de/05_kalender/05_fasten.html
Zur Misereor-Fastenaktion mit allen Materialien: https://www.misereor.de/mitmachen/fastenaktion
Fastenzeit leicht erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=FNGvSeT4WqM
Unbenannt
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bis Mi, 16. April 23:59 Uhr
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