Der Gedenktag lädt auch dazu ein, nach der Bedeutung und dem Wert von Namen und der Feier des Namenstags zu fragen. ...
Seit dem Mittelalter ist es üblich, bei der Taufe dem Täufling den Namen eines christlichen Heiligen zu geben, als sein Schutz- und Namenspatron. Ein Name ist mehr als eine Bezeichnung, schon in der Bibel steht er für das Wesen einer Person, für Programm und Inhalt des ganzen Lebens. Immer wieder wird bezeugt, dass Gott den Menschen bei seinem Namen ruft. Beim Namen gerufen zu sein bedeutet: Ich bin gemeint, mit meinem ganzen Wesen, meiner Identität und Persönlichkeit. Gott meint mich und hat eine ganz konkrete Berufung für mich. Mein Name ist Geschenk Gottes an mich, in meinem Namenspatron habe ich ein Vorbild für mein Leben und einen Fürsprecher bei Gott.
Der Name "Maria" ist die lateinische Form des hebräischen Namens "Mirjam". Die geläufigste Übersetzung lautet die "Geliebte Jahwes" oder die "Vielgeliebte Gottes", aber auch andere Überlieferungen wie "die Erhöhte, Erhabene", "Meer der Bitterkeit" oder "Meeresstern" sind aus "Mirjam" ableitbar und haben ihren Niederschlag in Marienliedern gefunden.
Vor allen anderen Heiligen war und ist es üblich, Maria als Schutzpatronin und Fürsprecherin anzurufen. Die Entstehung des Gedenktags Maria Namen ist eng verbunden mit diesem Brauch.
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