Dieses ungleiche Apostelduo war voller Gegensätze: Petrus war ein verheirateter Fischer aus Galiläa und folgte dem Wanderprediger Jesus nach. Der unverheiratete Paulus hingegen war ein gebildeter Pharisäer und stammte aus der jüdischen Diaspora. Jesus lernte er erst als den Auferstandenen kennen....
Das Hochfest "Peter und Paul" erinnert nicht an den Todestag der beiden Apostel, der unbekannt ist. Am 29. Juni 258 wurden die Reliquien von Petrus und Paulus aus ihren Gräbern in die gemeinsame Grablege der Katakomben an der Via Appia überführt. Das Fest wird im römischen Kalender erstmals im 4. Jh. erwähnt.
Petrus, der Fels - Patron unseres Erzbistums Berlin
Simon, der Bruder des Andreas, wurde gemeinsam mit seinem Bruder von Jesus in den Jüngerkreis berufen. Er stammte aus Betsaida in Galiläa, war verheiratet und vom Beruf Fischer. Jesus gab ihm den Namen "Kephas", der Fels, woraus im griechischen NT "Petros" wurde. In allen Apostelverzeichnissen wird Petrus als erster genannt. Nach dem Tod Jesu übernahm er die Führung der Gemeinde in Jerusalem. Sein Aufenthalt in Rom als auch sein Tod unter Kaiser Nero, wohl 67 n. Chr., gelten als historisch gesichert.
Vom Saulus zum Paulus
Paulus hieß eigentlich Saulus. Er war Sohn jüdischer Eltern aus Tarsus in Kleinasien mit römischem Bürgerrecht. Der Zeltmacher galt als überzeugter Christenverfolger der ersten Stunde. Die Bibel erzählt von der Steinigung des Stephanus, an der Saulus beteiligt war. Eine Begegnung mit dem auferstandenen Christus bei Damaskus veränderte sein Leben von Grund auf. Aus Saulus wurde ein Christ, ein Apostel und Missionar. Aus Saulus wurde Paulus. Auf sein Betreiben hin, verließ die junge Kirche Israel und begann mit der Heidenmission. Und so bereiste Paulus Syrien, Griechenland, Spanien, Italien. Paulus fand den Tod in Rom unter Kaiser Nero.
Peter u. Paul
am Mo, 29. Juni
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