Im Karfreitagsgottesdienst stehen das Erlösungsleiden und das Kreuz des Herrn im Mittelpunkt. Die Lesungen und die Leidensgeschichte nach Johannes deuten den Tod Jesu und bezeugen, dass Gott auch angesichts menschlicher Gewalt Heil wirkt und seine Nähe nicht versagt.
In dem Begriff "Karfreitag" steckt das althochdeutsche "kara", was übersetzt wird mit Wehklage oder Trauer.
Der Karfreitagsgottesdienst ist in seiner Form im Kirchenjahr einmalig. Er besteht aus drei Teilen: dem Wortgottesdienst, der Kreuzverehrung und der Kommunionfeier.
Der Wortgottesdienst wird still eröffnet. Alle knien nieder und verharren in stillem Gebet. Nach den Lesungen wird die Leidensgeschichte nach dem Evangelisten Johannes verlesen. In den Großen Fürbitten tragen die Gläubigen die Anliegen aus Kirche und Welt vor Gott und bekennen damit die Kraft des Erlösungsleidens Christi für das Heil der ganzen Welt.
In der der Verehrung des Keuzes bekunden sie ihre Verbundenheit mit dem Herrn und beten den an, der den Tod überwunden hat.
Es folgt die Kommunion mit den bei der Abendmahlsfeier konsekrierten Hostien.
"Das Kreuz Christi ist keine Niederlage, es ist Barmherzigkeit und Liebe." (Papst Franziskus, Karfreitag 2015)
Textquelle: nach NGL 308
zu Kreuzigungsdarstellungen in der Kunst: https://www.katholisch.de/artikel/28624-zwischen-tod-und-transzendenz-die-kreuzigung-in-der-kunstgeschichte
zu den Texten im Gottesdienst: https://schott.erzabtei-beuron.de/fastenzeit/karwoche/karfreitag/register.htm?datum=2025-04-18&r=1
Kreuzigung_Altar-Glasmosaik in Maria Frieden, Berlin-Mariendorf
am Fr, 3. April 15:00 – 23:59 Uhr
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