Mit der Osternachtfeier am Karsamstag (Beginn erst nach Einbruch der Dunkelheit) erreicht die Heilige Woche ihren Höhepunkt. Es ist die Nacht, in der das Kreuz, der Tod und das Leiden überwunden sind. Jesus ist auferstanden und es beginnt von jetzt an das neue, ewige Leben, denn Gott setzt mit der Auferweckung den Anfang des unvergänglichen Lebens.
Das Fest der Auferstehung Jesu ist das älteste der christlichen Kirchen, hervorgegangen aus dem jüdischen Passahfest.
Die Liturgische Farbe ist jetzt Weiß.
Die Osternacht besteht im Wesentlichen aus vier Teilen,
- Die Lichtfeier - Entzündung und Weihe des Osterfeuers
- Der Wortgottesdienst (Lesungen aus dem Alten und Neuen Testament, Osterhalleluja, Osterevangelium)
- Die Tauffeier
- Die Eucharistiefeier
Bei der Osternachtfeier wird im Freien ein Feuer entfacht, an dem die Osterkerze, ein Sinnbild für den auferstandenen Christus, entzündet wird. Die Osterkerze brennt in jedem Gottesdienst von Ostern bis Pfingsten. An diesem Osterfeuer entzünden dann alle Gläubigen ihre mitgebrachte Kerze.
Die Prozession mit der brennenden Osterkerze in die finstere Kirche und der dreimalige Ruf "Lumen Christi" (Licht Christi) soll an die Feuersäule erinnern, die den Isrealiten den Weg in die Freiheit wies. Sie ist aber auch Erinnerung an die Worte Christi: „Ich bin das Licht der Welt.“
Nach der Lichtfeier wird ein Wortgottesdienst abgehalten; während des Gottesdienstes sollten die Kerzen brennen bleiben, um den alten Brauch, nämlich das Osterlicht (wie früher das Osterwasser) mit nach Hause zu nehmen.
Der dritte Teil der Osternachtliturgie ist die Tauffeier. Wo unsere Wege zu enden scheinen, setzt Gott einen neuen Anfang und schenkt uns neues Leben und Licht, Unsere Antwort darauf geben wir in der Erneuerung unseres Taufversprechens. So bekunden wir in der Tauferneuerung unseren guten Willen, unser Leben im Lichte Christi und mit Gottes Geist zu gestalten.
Dies geschieht meist durch die Besprengung der Gemeinde mit Weihwasser.
Mit der Eucharistiefeier, dem vierten und letzten Teil, endet die Heilige Osternacht. Die Eucharistiefeier besteht aus einem Gabengebet, der Wandlung, dem Hochgebet, dem Schlussgebet sowie dem Segen.
Danach folgt mancherorts die Segnung von Speisen und hierbei insbesondere die der Ostereier.
Die Osterzeit umfasst fünfzig Tage - vom Sonntag der Auferstehung bis Pfingstsonntag.
Osternachtfeier - Lumen Christi
am Sa, 4. April 21:00 – 23:59 Uhr
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![]() | Osternachtfeier - Lumen Christi | 29.3 kB |
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