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Liebe, Verrat und die Sehnsucht nach Vergebung – Giselle, der Inbegriff des Romantischen Balletts, kehrt zurück. Patrice Barts gefeierte Choreographie berührt mit klassischer Schönheit und zeitloser Intensität.
Der empfindsamen Giselle ergeht es genauso, denn sie liebt nicht nur das Tanzen, sondern auch Albrecht, der sie umwirbt, obwohl er bereits einer anderen versprochen ist. Als sie die Wahrheit erfährt, verliert sie den Verstand und stirbt.
Giselle wird in die Gemeinschaft der Wilis aufgenommen und ist nun wie ihre Gefährtinnen dazu verdammt, die Männer in der Nacht zum Tanzen zu verführen, bis sie sterben. Darüber wacht Myrtha, die Königin der Wilis.
Auch Albrecht kommt in den Wald, um Giselles Grab zu besuchen.
Giselle ist ein romantisches Ballett in zwei Akten nach einem Libretto von Théophile Gautier. Inspiriert wurde Gautier durch die Sage der Wilis aus De l’Allemagne (1835) von Heinrich Heine. Die Wilis sind darin junge Frauen, die vor ihrer Hochzeit gestorben sind. Da jedoch die Tanzlust in ihren toten Herzen weiterschlägt, verlassen ihre Geister des Nachts ihre Gräber, um an Wegkreuzungen zu tanzen. Sollten sie dabei eines Lebenden habhaft werden, so tanzen sie so lange und wild mit ihm, bis dieser tot umfällt.
Text: Staatsballett Berlin
Die Musik zum Ballett stammt von Adolphe Adam. Der eingeschobene Pas de deux des bäuerlichen Brautpaares wurde von Friedrich Burgmüller komponiert. Weitere musikalische Erweiterungen für die Petersburger Fassungen von Marius Petipa wurden durch Léon Minkus eingefügt.
Handlung:
1. Akt: In einem Dorf
Giselle, ein liebenswertes Mädchen, lebt mit ihrer Mutter in einem kleinen Dorf. Der örtliche Förster Hilarion ist unsterblich in sie verliebt.
Prinz Albrecht, der bereits mit der adligen Barthilde verlobt ist, fühlt sich einsam und gelangweilt. Albrecht, bezaubert von Giselles Schönheit und Unschuld, verkleidet sich als Bauer, kauft den angrenzenden Hof und beginnt, um Giselle zu werben. Hilarion beobachtet eifersüchtig, wie sich Giselle verliebt, und glaubt, dass sie mit Albrecht verlobt ist. Giselles Mutter hat eine Vorahnung, dass ihre Tochter eine jener Wilis werden wird, die zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang junge Männer in ihr Verderben führen. Als Hilarion Albrechts Verkleidung auffliegen lässt, stürzt sich Giselle gebrochenen Herzens in Albrechts Schwert.
In anderen traditionellen Versionen stirbt Giselle ausschließlich an gebrochenem Herzen.
2. Akt: Auf einer Lichtung
Hilarion hält Totenwache an Giselles Grab. Als es auf Mitternacht zugeht, erscheinen die Wilas mit ihrer Königin Myrtha, um Giselle in ihre Reihen aufzunehmen. Albrecht, gramgebeugt von Schuld und Reue, besucht Giselles Grab. Als er eine Vision von Giselles Geist hat, folgt er ihr in den Wald. Zur selben Zeit entdeckt Myrtha Hilarion und tanzt mit ihren Wilas mit ihm, bis er vor Erschöpfung stirbt. Als Myrtha kurz danach Albrecht findet, will sie auch ihn zwingen, mit den Wilas zu tanzen, aber er wird durch die Liebe Giselles geschützt.
Im Morgengrauen verlieren die Wilas ihre Macht und Albrecht ist gerettet. Giselle vergibt ihm und löst sich im Morgengrauen in Nebel auf.
Ende, Version 1: Albrecht bricht am Grab Giselles zusammen.
Ende, Version 2: Barthilde findet Albrecht am Grab Giselles und gemeinsam verlassen sie die Lichtung.
Ende, Version 3: Albrecht verlässt lebend aber allein die Lichtung.
Personen:
Berthe, eine Winzerin
Giselle, ihre Tochter
Hilarion, ein Wildhüter
Albrecht, ein junger Adliger
Wilfried, sein Diener
Barthilde, Albrechts Verlobte
Prinz der Pfalz, Barthildes Vater
Myrtha, Königin der Wilas (über Heinrich Heine aus serbischen Volksliedern übernommene Fabelwesen)
ein bäuerliches Paar (Bauern-pas-de-deux)
zwei 1. Wilas
Winzerinnen und Winzer, Giselles Freundinnen, Jagdgesellschaft des Prinzen, Wildhüter, Wilas
Dauer: 140 Minuten inkl. 1 Pause
Schüler- und Studentenkarten
Als Giselle sind in dieser Saison Marina Duarte, Iana Salenko, Polina Semionova und Haruka Sassa zu sehen. Die Rolle des Albrecht tanzen Martin ten Kortenaar, David Soares und Kalle Wigle. Bruna Cantanhede, Aurora Dickie, Leroy Mokgatle und Vera Segova portraitieren die Rolle der Myrtha. Als Hilarion sind Cohen Aitchison-Dugas, Alexei Orlenco, Giovanni Princic und Erick Swolkin zu sehen.
Termine
12. | 18. | 20. September
11. | 23. | 29. | 30. Oktober
Staatsballett Berlin
Giselle_ Polina Seminova
von Sa, 12. September bis Fr, 30. Oktober
| Datei | Beschreibung & Copyright | Größe | |
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![]() | Giselle_ Polina Seminova | 306.2 kB | |
![]() | Wila | Eine Wila ist in der slawischen Mythologie ein weiblicher Naturgeist | 15.9 kB |
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