Neun Monate vor dem Fest der Geburt des Herrn wird das Fest der Verkündigung gefeiert: der Tag, an dem der Engel zu Maria gesandt wurde und ihr verkündete, dass sie zur Mutter des Messias, des Gottessohnes, erwählt war.
Dieses Fest ist in erster Linie ein Christus-Fest. Deshalb wurde der traditionelle Namen des Festes "Mariä Verkündigung" bei der Liturgiereform durch den älteren Titel "Verkündigung des Herrn" ersetzt.
Das Fest wurde im Osten bereits im 5. Jahrhundert gefeiert. Das Datum des Festes ist zurückgerechnet von Weihnachten her: Neun Monate vor der Geburt wird das Kind im Schoß der Jungfrau Maria empfangen.Inhaltlich feiert das Fest das Ereignis, das im Lukasevangelium (1,26-38) berichtet wird. Es ist die Stunde der Berufung der Jungfrau Maria und der Ankündigung der Geburt des Kindes, das nach den Worten des Engels "heilig und Sohn Gottes genannt werden wird".
Das Fest beinhaltet deshalb primär das Geschehen der wahren Menschwerdung Gottes, das im Johannesevangelium zusammengefasst wird mit den Worten: "Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt" (Joh 1,14). Wie an Weihnachten kniet man deshalb nieder bei den Worten des Glaubensbekenntnisses: "… hat Fleisch angenommen" bzw. "… empfangen durch den Heiligen Geist". In der Kunstgeschichte ist die Verkündigung des Engels an Maria eine der beliebtesten und häufigsten Marien- und Christusdarstellungen.
Für die Spiritualität hat dieses Fest eine große Bedeutung: Maria gibt in Freiheit ihre Zustimmung "mir geschehe nach deinem Wort". In der Tradition hat man das so verstanden, dass Maria stellvertretend für die ganze Menschheit ja gesagt hat. In geistlicher Weise sind alle Christen berufen, wie Maria Jesus Christus, das Wort Gottes, in sich aufzunehmen und "Fleisch" werden zu lassen. Im täglichen Gebet des "Engel des Herrn" (vgl. Gotteslob Nr. 2, 7) wird dies meditiert:
Quelle: Dr. Rainer Birkenmaier, http://www.erzbistum-freiburg.de/html/zum_hochfest_verkuendigung_des_herrn.html?t=05a30480825840b568c2bd4f4068a0a8&tto=29b1de3e. Zugriff: 03.04.2016
500 Jahre Engelsgruß in St. Lorenz, Nürnberg: https://www.presseportal.de/pm/113984/3982734
https://www.katholisch.de/artikel/29214-was-ist-dran-an-der-unversehrten-jungfraeulichkeit-mariens
Ein Bote kommt, der Heil verheißt
und nie Gehörtes kündet.
Die neue Welt aus Gottes Geist
wird in der Welt gegründet.
Gott selber kommt den Menschen nah;
Maria aber gibt ihr Ja.
Das Wort wird unser Bruder.
Das helle Licht der Ewigkeit
trifft unsre Dunkelheiten.
Ein Augenblick der Erdenzeit
wird Angelpunkt der Zeiten.
Gott teilt mit uns ein Menschenlos
vom ersten Tag im Mutterschoß
bis in die Nacht des Todes.
Maria, du hast Ja gesagt
zu Gottes Ruf und Gnade.
Den ganzen Weg hast du gewagt;
begleite unsre Pfade,
dass ihn, den du empfangen hast,
auch unser Herz mit Freude fasst
und Raum gibt seiner Liebe.
© Peter Gerloff
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![]() | Maria_Annunziata_Veit Stoß, St. Lorenz in Nürnberg | Engelsgruß in St. Lorenz, um 1517 | 302.4 kB |
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